Dispokredit

Dispokredit

Wer ein Girokonto nutzt, bekommt in der Regel auch einen Dispokredit. Dabei handelt es sich um eine Kreditlinie, die der Kontoinhaber auch über das Guthaben hinaus nutzen kann. Dieses Limit richtet sich nach den monatlichen Geldeingängen. Bevor der Kontoinhaber jedoch einen Dispokredit bekommt, wird zunächst die Schufa überprüft. Wenn keine Einwände dagegen sprechen, wird der Dispokredit sofort eingeräumt und kann dann ohne Rücksprache mit der Bank genutzt werden. Alternativ gibt es noch andere Formen, die deutlich günstiger sind, als der Dispokredit.

Wie funktioniert ein Dispokredit?

Wird erst einmal ein Dispokredit genehmigt, kann jederzeit über diesen Betrag verfügt werden. Innerhalb dieser Kreditlinie kann der Nutzer sein Konto "überziehen". Das bedeutet, im Minus führen. Es gibt weder feste Laufzeiten noch verbindliche monatliche Raten für die Rückzahlung. Viele Kontoinhaber sind ständig im Minus und müssen dafür hohe Zinsen bezahlen. Das ist auch der Nachteil eines Dispokredites, denn manche Banken verlangen einen Zinssatz von bis zu 17 Prozent für die Nutzung. Berechnet werden die Zinsen für den genutzten Betrag. 

Eine bessere Alternative zum Dispokredit ist der Abrufkredit. Er funktioniert ähnlich, nur ist er wesentlich günstiger als der Dispokredit. Der Abrufkredit muss bei einer Bank beantragt werden. Beim Dispo ist das nicht der Fall, denn dieser wird automatisch eingeräumt, sofern die Bonität stimmt. Der Kontoinhaber ist nicht verpflichtet, den Abrufkredit bei der Bank zu beantragen, bei der auch das Girokonto geführt wird. Sinnvoll ist es, sich nach einer günstigen Direktbank umzusehen. Diese haben den Vorteil, dass sie niedrigere Zinsen verlangen und auch bessere Konditionen bieten. 

Beim Abrufkredit wird eine Summe festgelegt, über die der Nutzer verfügen kann. Er kann den Abrufkredit als Gesamtbetrag oder in Teilbeträgen nutzen. Feste Laufzeiten gibt es nicht. In monatlichen Raten kann der Abrufkredit zurückgezahlt werden. Es wird bei der Nutzung nicht nach dem Verwendungszweck gefragt. Das bedeutet, dass dieser Kredit auch zu Umschuldungszwecken, um zum Beispiel den teuren Dispo auf dem Girokonto auszugleichen, genutzt werden kann. Er kann aber auch zum Kauf von Konsumgütern genutzt werden. Viele verwenden ihn auch für Immobilien, um sie zu renovieren oder umzubauen. 

Das Limit auf der Kreditkarte kann ebenfalls als Kredit angesehen werden, der kurzfristig genutzt wird. Auch hier bestimmt das Nettoeinkommen die Höhe des Limits auf der Kreditkarte. Wieder fallen auch hier Zinsen an. Auf Wunsch kann der Saldo in monatlichen Raten oder in einer Summe beglichen werden. 

Fazit

Insgesamt gibt es diese drei Varianten. Der Dispokredit und das Kreditlimit auf der Kreditkarte gehören zweifellos zu den teuersten Optionen. Wer Geld sparen will, sollte sich für einen Abrufkredit entscheiden. Der Dispokredit ist gedacht um einen kurzfristigen finanziellen Engpass zu beseitigen. Aufgrund der hohen Zinsen lohnt sich die Nutzung wirklich nur dann, wenn das Konto innerhalb kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden kann. Außerdem besteht die Gefahr, sich mit dem Dispokredit zu überschulden. Viele Verbraucher nutzen ihn und schießen sogar manchmal über das Limit hinaus. Das kann dazu führen, dass die Bank den Dispo aufkündigt. Bevor es dazu kommt, sollte der Kunde aus eigener Kraft versuchen, das Konto schnell wieder ins Plus zu führen. Ist der Dispo erst einmal gekündigt, erfolgt ein negativer Eintrag in der Schufa.